[Rezension] Horror Mangas: Surviving Wonderland, Die Farbe aus dem All, Attack on Titan

[Rezension] Horror Mangas: Surviving Wonderland, Die Farbe aus dem All, Attack on Titan

Ich lese unglaublich gerne Comics, Graphic Novels und Mangas. Und natürlich habe ich auch in dem Bereich Horror in meinem Regal. Heute geht es allerdings ausschließlich um die Mangas. 

Tabasa  Iori – Surviving Wonderland

Alice ist berühmt, schön und arrogant. Sie ist die Sängerin einer Band, wer nicht nach ihrer Pfeife tanzt, fliegt raus. Sie gilt als Herzlos. Als sie ohnmächtig wird, landet sie in einer anderen Welt, in der die Protagonistinnen anderer Märchen versuchen, sich gegenseitig den Gar auszumachen. Nachdem sich Alice zurechtgefunden hat, kommt ihr eine ganz besondere Rolle in diesem Spiel zu. Wenn nur diese nervige Katze nicht wäre…

Es ist kein Geheimnis, dass ich Märchenadaptionen liebe. Surviving Wonderland war zweieinhalb Bände lang sehr vielversprechend. Es gibt Geheimnisse zu lüften, einige davon nicht unbedingt etwas für schwache Nerven, man sieht die diversen Heldinnen sich durch die Geschichte splattern, und der Zeichenstil, etwas, das bei Comics & Co. niemals vernachlässigt werden darf, gefällt mir recht gut.

Und dann kam das Ende. Als quasi das Endszenario eingeleitet wurde, merkte ich, dass die Geschichte nicht ansatzweise so zu Ende gehen wird, wie ich es mir vorstellte. Dagegen habe ich im Grunde nichts, wenn das Ende denn wenigstens zur bisherigen Story und Stimmung gepasst hätte. Ich fand das Ende dann doch etwas faul. 

Empfehle ich Surviving Wonderland? Hm… schwer zu sagen. Ich musste wissen, wie es weitergeht, und ich fand die Darstellung der einzelnen Prinzessinnen, die wir alle kennen, samt ihrer geheimsten Wünsche, unglaublich gelungen. Trotzdem waren manche Charaktere etwas platt. Ich glaube, ich hätte einfach gerne mehr Tiefe bei diesen Charakteren gesehen. Und ein Ende, das zum Rest passt. Ich denke, unterm Strich ist die Bewertung „ganz okay“, also 3,5 von 5 Sternen angebracht.

Gou Tanabe – Die Farbe aus dem All

Ein Meteorit schlägt auf dem Land von Farmer Nahum einschlägt, erfreut er sich kurzer, lokaler Berühmtheit. Die Presse schaut vorbei, und auch ein paar Forscher der nächstgelegenen Universität. Der Meteor ist rätselhaft und faszinierend, und beinhaltet ein Material von einer Farbe, die noch niemand auf Erden gesehen hat. Doch bald kommt es zu Ernteausfällen der besonderen Art: die Früchte schmecken ungenießbar bitter. Das Vieh dreht durch. Irgendwann trifft es auch Nahums Familie. Was haben Meteor und Farbe damit zu tun? Und: kann man das Unheil aufhalten?

Gou Tanabe hat wieder zugeschlagen. Er hat wieder eine Geschichte von Lovecraft adaptiert, und wie auch schon von Der Hund und andere Geschichten war ich von diesem Manga äußerst angetan. Klar, die Qualität der Vorlage ist vorhanden. Lovecrafts Geschichten zählen zu den Klassikern des Horrors. Ich habe „Die Farbe aus dem All“ im Original nicht gelesen, und ich bin mir nicht sicher, ob mich die Geschichte ohne Tanabes grafische Umsetzung gepackt hätte. Aber so konnte ich den Manga nicht mehr aus der Hand legen. Die schwarz-weißen Zeichnungen zeigen eine düstere Atmosphäre, und existierte das Land Nahums wirklich, man würde es für kein Geld der Welt betreten wollen. Ein anderer Vorteil der schwarz-weiß Zeichnungen: Die Farbe aus dem All, die noch kein Mensch zuvor gesehen hat, die auch in Lovecrafts Vorlage ja schon der Vorstellungskraft der Lesenden überlassen wird, bekommt auch hier keine einzige Schattierung. Wäre Farbe im Spiel gewesen, es hätte die eigene Vorstellung zerstört.

Habt ihr den Manga oder die Geschichte schon mal gelesen? Mich würde interessieren, wie ihr euch diese Farbe vorstellt. Kann man diese Vorstellung überhaupt in Worte fassen?

Hajime Isayama – Attack on Titan

Die Menschheit ca. 100 Jahre in die Zukunft. Sie wurde dezimiert, es gibt nur noch wenige 1000 Menschen. Titanen, riesige humanoide Horrorfiguren, streunen über die Welt und fressen jeden Menschen, den sie zwischen ihre Finger bekommen. Eines Tages greift ein kolossaler Titan eine der letzten Städte der Menschen an – und reißt die erste Sicherheitsmauer ein. Titanen strömen in die Stadt, die Menschen versuchen verzweifelt, in den nächsten Kreis zu flüchten. In diesem Chaos muss der junge Eren mit ansehen, wie seine Mutter von einem Titanen gefressen wird. Danach hat er nur noch ein Ziel: zum Aufklärungstrupp gehen und die Titanen ausrotten.

Jajaja, ich weiß, Attack on Titan ist alles andere als neu, und es gibt auch schon den sehr erfolgreichen Anime dazu. Trotzdem gehört zu jeder guten Kompilation von Horror-Mangas auch die Reihe von Hajime Isayama dazu. Die Titanen erinnern von ihrem Wesen her erstmal an Zombies. Bis auf den einen riesigen Titan scheinen sie alle eher willen- und antriebslos durch die Welt zu streifen, stellen für die Menschen aber eine Übermacht sondergleichen dar. Sie sind eine existenzielle Bedrohung. 

Als ich den Manga anfing, habe ich an einem Tag sage und schreibe vier Bände gelesen. Wieter als bis Band 5 bin ich bisher nicht gekommen, denn ich bin irgendwann auf den Anime umgestiegen. Und der hält sich, soweit ich das gesehen und für die späteren Folgen gelesen habe, ziemlich deutlich an die Manga Vorlage. Ich kann die Reihe wärmstens empfehlen, vor allem wenn man auf Endzeitgeschichten bzw. apokalyptische Szenarien steht. 

Habt ihr den Manga schon gelesen? Oder den Anime geguckt? Wie gefallen sie euch?

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One thought on “[Rezension] Horror Mangas: Surviving Wonderland, Die Farbe aus dem All, Attack on Titan

  1. Oh Attack On Titan. Ich weiss noch wie ich bei der FBM vor zwei Jahren (ist das echt schon so lange her?!?) die ersten drei oder vier Bände von dir ausgeliehen und weggelesen habe, hell begeistert war und danach Band 5 nie gelesen habe.

    Die Reihe ist zwar unglaublich spannend, aber mich schrecken die vielen Bände doch etwas ab. Aber irgendwann mal werde ich mich dran wagen!

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