[Rezension] Tanja Hanika – Ich verwese

[Rezension] Tanja Hanika – Ich verwese

Titel: Ich verwese | Autorin: Tanja Hanika | Verlag: Selfpublished

Triggerwarnung für das Buch: Blut, Gewalt gegen Kinder

Worum geht’s?

Elisa ist mit ihren Kindern gerade beim Zahnarzt, als ihr Mann sie anruft und inständig bittet, sofort nach Hause zu fahren. Auf dem Weg zum Auto und auch wieder in die Vorstadt fällt Elisa das seltsame Verhalten ihrer Mitmenschen auf. Alle scheinen sich zu prügeln und… zu beißen? Sie hat genug Zombiefilme gesehen um zu wissen, womit sie es zu tun hat. Zu Hause angekommen verbarrikadiert sie sich, will aber noch schnell zu ihren Eltern rüber um zu sehen, dass es ihnen gut geht. Sie verlässt das Haus. Ein Fehler.

Wie war’s?

Tanja Hanika hat mir zuletzt mit ihren Hexen in Hexenwerk gehörig die Haare zu Berge stehen lassen. Jetzt hat sie es mit Zombies geschafft. Warum, obwohl ich schon so viele Zombiegeschichten hinter mir habe? WEIL DIE BIESTER IN ICH VERWESE RENNEN KÖNNEN! Mein Schlimmster Albtraum! Ich fand das in dem Film Zombieland schon ziemlich ungeil, und auch hier finde ich die flotten Zombies echt creepy.

Ein anderer Punkt, der mir bei Ich verwese sehr gut gefiel, war, dass die Geschichte zum Teil aus der Sicht eines Zombies geschrieben wurde. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut funktioniert. Zombies sind tot, klar. Aber in jedem Film, jeder Serie und jedem Buch sehen wir, dass sie irgendetwas antreibt, dass sie auf irgendetwas reagieren. Tanja Hanika zeigt, wie sich das im untoten Kopf eines Zombies abspielt. 

In der Geschichte werden auch andere Fragestellungen, z.T. ethische angerissen. Die Zombieversion eines geliebten Menschen beschützen ist eine Sache, aber wie weit darf man gehen? Kann man lebende Menschen fangen und sie der Zombieversion vorsetzen? Und was passiert, wenn man die für die verstorbene Person noch vorhandenen Gefühle auch auf den Zombie überträgt? 

Die Kurzgeschichte ist wundervoll rund, ich hatte so viel Spaß, sie zu lesen – auch wenn die Zombies gerannt sind. Als ich das gelesen habe, ging mein Puls hoch wie sonst nur, wenn ich Imposter bei Among Us bin – aber so muss es bei Horrorgeschichten ja auch sein!

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One thought on “[Rezension] Tanja Hanika – Ich verwese

  1. Huhu meine Feine!

    Ich finde die Geschichte auch absolut stimmig und bedarf keiner weiteren Seiten, wobei die Wandlung noch etwas mehr Raum hätte bekommen dürfen. Ansonsten bin ich ebenso begeistert wie du, denn die Zombieperspektive ist noch nicht verbreitet und Tanja ist der Wechsel von Mensch zum Zombie hervorragend gelungen, lieb „Ich verwese“!

    Hab dich mal frech bei meiner Rezension verlinkt <3
    Hab einen mukkeligen Abend!

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