[Rezension] Altenheger/Dinkhoff – Vom Verschwinden der Tiere

Titel: Vom Verschwinden der Tiere (Affiliate Link) | Autoren: Jan Alteheger, Jonas Dinkhoff | Illustrator_innen: Jan Altenheger, Jonas Everts, Daniela Heiny, Laura Niemann, Daniel Sailer, Fabian Westen, Lena Zeise, u.a. | Verlag: Jaja Verlag

Jährlich sterben 58.000 Tierarten aus, mehr als 25.000 sind bedroht, darunter ein Großteil der Meeresfauna. Die größte Bedrohung für Tierarten: der Mensch. Entweder direkt durch Bejagung und Überfischung, oder indirekt durch Umweltverschmutzung und als Ursache für die globale Erwärmung.

Anhand der Geschichte der kleinen Zoe, die nach dem Tod von Lonesome George fragt, warum sich die Menschen nicht um alle Tiere kümmern, wird mit „Vom Verschwinden der Tiere“ eine Art Akte von unterschiedlichen ausgestorbenen Tieren vorgelegt. Sortiert nach den menschlichen Ursachen wie Ignoranz oder Maßlosigkeit lernt man alte Bekannte wie den Dodo oder Steller Seekuhkennen, aber auch neue Arten wie das Hasenkänguru und den Karolinasittich kennen. Manchmal werden die einzelnen Einträge mit Anekdoten und Märchen.

Das wirklich Besondere an diesem Buch sind aber die Illustrationen. Die wurden von Student_innen der Münster School of Design unter der Leitung von Prof. Scheinberger erstellt. So unterschiedlich die einzelnen Arten sind, die vorgestellt werden, so unterschiedlich sind die Illustrationen. Sie reichen von Collagen über Aquarellzeichnungen und Skizzen zu auf alt getrimmten Filmplakaten.

Die wichtige Botschaft des Buches ist, trotz aller spaßigen Geschichten und zauberhaften Bilder: Ist ein Tier erstmal ausgestorben, ist es unwiederbringlich weg. Man bekommt es nicht zurück, weder durch Rückzüchtung verwandter Tierarten noch durch andere Methoden wie verstärkte Züchtung einiger letzter Exemplare. Was der Mensch einmal zerstört hat durch maßlose Gier, selbstsüchtigen Spaß und unbegrenztem Konsumverhalten, ist dauerhaft verloren.

Dieses Buch ist ein Schatz, eine perfekte Verbindung von spannender Information und wundervollen Bildern.

Ein Kommentar zu „[Rezension] Altenheger/Dinkhoff – Vom Verschwinden der Tiere“

  1. Hallo Mareike,

    das klingt nach einem wunderschönen und vor allem wichtigen Buch. Wenn ich Deine Rezension lese, erinnert mich das ganz stark daran, als ich vor Jahren zum ersten Mal “Die Letzten ihrer Art” von Douglas Adams (ja, genau der von “Per Anhalter durch die Galaxis”) gelesen habe. So ein Buch, wo man beim Lesen nicht weiß, was man jetzt soll: Lachen, Staunen oder Weinen – oder alles zusammen. Oder am besten, losgehen und die Welt retten. Wenn ich nur wüsste wie …

    LG, Susa

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