[Rezension] Scott Thomas – Kill Creek

Titel: Kill Creek | Autor: Scott Thomas | Übersetzer: Kristof Kurz | Verlag: Heyne

Worum geht’s?

Vier Bestsellerautoren, Meister und Meisterinnen des Horrors, könnten ein paar Schlagzeilen gut gebrauchen. Ob nun überhaupt mal wieder ins Gespräch zu kommen, das neue Buch zu promoten oder um mit Gerüchten aufzuräumen, alle vier haben einen Grund, der Einladung in ein Horrorhaus zu folgen. Düstere Legenden ranken sich um das Finchhaus, die letzten Bewohner haben sogar ein Zimmer zugemauert, als wollten sie etwas darin hindern, wieder in die Welt zu gehen. Das hält die vier aber nicht davon ab, sich, wenn auch widerwillig, auf die Reise zu machen. Als sie ankommen, ist es gar nicht so schlimm. Oder trügt der Schein?

Wie war’s?

Nachdem ich Das Angstexperiment von J.A. Konrath gelesen hatte, war ich begeistert, so schnell einen neuen Horrorroman zu entdecken, der in einem Geisterhaus spielt. Allerdings blieb Kill Creek doch hinter den Erwartungen zurück.

Das Buch ist, wenn man so möchte, dreigeteilt. Der erste Teil war toll, hier wurde alles gesät um im weiteren Verlauf nicht nur für Spannung zu sorgen, sondern mich wirklich in Angst und Schrecken zu versetzen. Danach zog es sich zäh dahin, es wurde unfassbar langweilig, tlw. redundant und das Buch hätte mich fast verloren. Aber ich wollte ja nun doch wissen, wie es weitergeht.

Im letzten Teil wurde die Redundanz einiger Elemente nahezu unerträglich, ich rollte regelmäßig mit den Augen. Während zu Beginn der Geschichte so viele vielversprechende Grundlagen gelegt wurden, konzentrierte sich der Schlussteil auf ein einziges Element, das nicht einmal richtig ausgeführt wurde, und vor allem jede Menge Splatter. Dem bin ich nicht unbedingt abgeneigt, aber so richtig erreicht hat mich die letzte Episode nicht. Zu viele Fragen blieben unbeantwortet, zu viele gelegte Fährten wurden anscheinend während des Schreibprozesses vergessen. Es wirkte, als hätte sich der Autor zunächst viele Gedanken gemacht, um ein detailreiches Horrorszenario zu entwickeln, das unterschiedliche Möglichkeiten bietet, die Protagonist*innen das Fürchten zu lehren. Und im Schreibprozess hat er dann die meisten seiner Ideen einfach vergessen.

Schade, aus dem Buch hätte ein wirklich guter Horrorschocker werden können. So verharrt es leider in Mittelmäßigkeit. Idee super, Ausführung mangelhaft.

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