[Rezension] Rucka/Lark – Lazarus

Titel: Lazarus | Autor: Greg Rucka | Zeichner: Michael Lark | Übersetzer: Bernd Kronsbein

Worum geht’s?

In nicht allzu ferner Zukunft ist die Welt mit ihren Ressourcen unter 12 Familien aufgeteilt. Der Rest der Menschheit ist unterteilt in „Diener“, z.B. Lehrer und Wissenschaftler, und „Abfall“, also Menschen, die nach Ansicht der Familien nichts beizutragen haben. Das politische und gesellschaftliche Gefüge ist fragil, die Familien kämpfen immer wieder um Einfluss, Ressourcen und Macht. Neben ihren eigenen Armeen hat jede Familie auch einen genetisch modifizierten Menschen, der u.a. durch Regeneration nahezu unsterblich ist.
Eve, ein Lazarus, gehört zur Familie Carlyle und findet sich bald mitten in den Intrigen wieder und merkt, dass man auch ihr nie ganz die Wahrheit gesagt hat. Trotzdem führt sie, loyal zur Familie stehend, weiterhin gefährliche Aufträge aus.

Wie war’s?

Lazarus ist meine Comic Entdeckung des Jahres. Eine politische Dystopie, die gewissermaßen schon zum Teil unserer aktuellen Lebensrealität entspricht. Unter 100 Menschen haben so viel Geld wie der Rest der Welt, es ist also nicht so unwahrscheinlich, dass diese Menschen die Welt irgendwann unter sich aufteilen. Oder es nicht vielleicht schon getan haben.

Rucka und Lark zeichnen eine düstere Zukunft, die schlimmer ist als Zombieapokalypsen und Pandemien. Sie wirkt mehr wie die logische Konsequenz unserer Gegenwart. Starke Charaktere,spannende Story, und man weiß immer noch nicht, was am Ende stehen wird.

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