[News] Die Tage, die wir kämpfen, und die Nächte, die wir überleben

Viele haben es ja schon vor einigen Monate mitbekommen: ich will ein Buch schreiben. Ein Sachbuch über Vergewaltigung und Rape Culture, das vor allem Platz schaffen soll für die Stimmen von Betroffenen, die sonst nicht oder zu wenig gehört werden.

Der Auslöser

Die Reaktionen auf meinen Artikel Rape culture won’t get me down waren so zahlreich, oft emotional, und nicht selten fing eine Mail an mit „Ich habe davon noch nie jemandem erzählt…“ Ich habe gemerkt, dass es eine riesige Lücke in dem gesellschaftlichen Diskurs über Vergewaltigung und Rape Culture gibt: trotz #metoo werden Rape Survivors viel zu selten gehört. Entweder möchten sie aus verschiedenen Gründen nicht sprechen, oder sie können es nicht. Ich möchte versuchen, diese Lücke zu schließen, und mit dem Buch eine Möglichkeit schaffen, wo jede_r ihre_seine Geschichte veröffentlichen kann. Wichtig ist mir an dieser Stelle zu betonen, dass es um Vergewaltigung als singuläre Erfahrung geht. Über jahrelangen Missbrauch in der Kindheit, in Sekten und anderen Konstellationen gibt es bereits sehr viele Bücher und Erfahrungsberichte, über Vergewaltigung als alleinstehende Erfahrung aber eher wenig.

Die Idee

Das Buch wird zweigeteilt sein.
Im ersten Abschnitt wird es um Rape Culture und Vergewaltigung gehen. Was ist Rape Culture, wie sehen die Zahlen zu Vergewaltigungen aus, welche Rolle spielt die Gesellschaft? Da wird einiges an Recherche nötig sein…
Im zweiten Abschnitt möchte ich die Erfahrungen von Betroffenen veröffentlichen – von Frauen und Männern, cis, trans und inter, von Weißen und PoC, von Reichen und Armen, von Dir. Damit es ein wenig strukturierter wird, habe ich einen groben Fragebogen erstellt. Den schicke ich bei Interesse raus. Wichtig: man kann den Klarnamen angeben, aber auch ein Pseudonym wie Sailor Moon. Wichtig ist nur, dass es eine Emailadresse gibt unter der ich die jeweilige Person ggf. erreichen kann.
Ganz am Ende des Buches wird der Fragebogen leer abgedruckt mit viel Platz nach den einzelnen Fragen. So kann jede Person, die sich ohnmächtig oder nicht gehört fühlt, ihre Geschichte aufschreiben und wird so Teil des Buches.

Zeitplan

Ein Buch braucht Zeit, um geschrieben zu werden, vor allem, wenn man es nicht hauptberuflich macht. Ich hoffe, diejenigen, die mir ihre Geschichten schicken, haben Verständnis dafür, dass das Buch nicht direkt im Januar fertig sein, sondern einige Monate in Arbeit sein wird. Einen genauen Zeitplan habe ich noch nicht, ich peile aber ca. 12 Monate an, je nachdem, wie viel Zeit in der Recherche steckt.

Kontakt, Fragebogen, Fragen

Wer Fragen hat oder aus anderen Gründen Kontakt bzgl. dieses Projektes sucht, oder den Fragebogen haben möchte, schreibt mir bitte eine Mail an

lebendenaechte@posteo.de

Nachrichten auf den Social Media Kanälen gehen leider sehr schnell unter, und das wäre bei diesem Projekt sehr schade.

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