Mari im Camp der dicken Bücher

Mari im Camp der dicken Bücher

Es ist der 1. Juli, und das bedeutet: Startschuss für das #DickeBücherCamp von Nordbreze

Was ist das Dicke-Bücher-Camp?

Ich zitiere einfach aus dem diesjährigen Beitrag von Nordbreze: es stehen “…die Bücher im Fokus, die so häufig bei der Lektüreauswahl links liegen gelassen werden, weil, uff, das sind ja schon ganz schön viele Seiten und da bindet man sich schon eine ganze Weile an ein Buch. Exakt! Das Dicke-Bücher-Camp ist perfekt für Langzeitbeziehungen…”

Ich gehöre zu einer sehr seltsamen Spezies: nach einem dicken Buch bin ich meistens noch ganz versunken in der Geschichte, die sich über die vielen Seiten ausgebreitet hat, und will so ein Versinken direkt wieder erleben. Trotzdem zögere ich jedes Mal, wenn ein Buch mehr als 500 Seiten hat. Das Dicke-Bücher-Camp ist für mich also genau das Richtige, denn natürlich habe ich Wälzer, die ich gerne lesen möchte (sonst wären sie nicht in meinem Regal), aber um die ich dann doch nochmal einen Bogen mache. Dieses Jahr bin ich also zum ersten Mal dabei.

Die Regeln

Das “Regelwerk” ist wunderbar einfach

Schnappt euch ein Buch mit mehr als 500 Seiten (oder mehrere Bücher, hurra! Oder Bücher, die nur knapp 500 Seiten haben, auch voll in Ordnung)

Lest das Buch im Juli und August

Habt Spaß und macht euch keinen Stress!

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Ich war erst etwas traurig, dass ich The Ship of Theseus (ja, ich habe es immer noch nicht gelesen) nicht mit in das Camp nehmen konnte, weil es nur 472 Seiten hat. Ich war am überlegen, es einfach mit reinzuschmuggeln (ich bin manchmal nicht übermäßig gut darin, mich an Regeln zu halten…), es hätte sich nur etwas aufplustern müssen. Zum Glück muss ich das nicht, The Ship of Theseus darf ganz regulär mitkommen.

Welche Bücher sitzen im Camp-Bus?

Ich verlinke euch die Titel zu meinem Onlineshop des Vertrauens, es sind allerdings keine Affiliate Links. Ich habe mir fünf Bücher mit insgesamt über 3200 Seiten zusammengesucht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht alle lesen werde. Mein Ziel sind drei aus diesem Pool, und ich bin gespannt, ob ich das schaffe.

Mark Danielewski – House of Leaves (736 Seiten) 

Das Buch würde mir von einer Freundschaftsperson empfholen, und ich will es seit EWIGKEITEN lesen. Naja, okay, seit letztem September. Ich bin super gespannt, wie es ist. Ich hatte schon reingelesen und gemerkt, dass es eher ein Twilight-Englisch (also ziemlich leichtes Englisch) ist. Dafür brauche ich meinen Kopf, aber die Story und die Aufmachung sind unglaublich vielversprechend.

Stephen King – Shining (624 Seiten) 

Ich habe zwischen den Jahren auf einem Spieleabend mit meiner Schwiegerfamilie beschlossen, mich durch das komplette Werk von Stephen King zu lesen. Ausschlaggebend dafür sind mein Schwippschwager und sein Bruder gewesen, mit denen ich mich herrlich über Bücher austauschen kann (es ist ein Skandal, dass der Bruder nicht auch in Hamburg wohnt!). Zeitgleich habe ich einen Artikel über die besten Horrorbücher aller Zeiten gelesen, der unter anderem auch The Shining auflistete. Das Buch wurde kurzerhand bestellt – und steht seitdem hier rum. Geht ja gar nicht!

J.J. Abrams – The Ship of Theseus (472 Seiten; Vergriffen)

Dieses Buch hat bei Erscheinen für viel Aufregung gesorgt. Nicht nur, dass man eine Geschichte um eine Geschichte hat (das Buch selbst und die Geschichte zweier Menschen, die sich an den Seitenrändern darüber unterhalten), sondern auch die ganze Aufmachung und Einlagen wie Servietten, Zeitungsausschnitte und Postkarten, die die Recherche der beiden unterstützen.

Genau diese Aufmachung macht das Buch aber auch nicht gerade leicht zu lesen, weswegen ich mich immer wieder davor drücke. 2020 habe ich mal an einem Lesekreis teilgenommen, der das gemeinsam las, musste aber abbrechen, weil ich aus diversen Gründen nicht mitgekommen bin. Damals habe ich aber schon gemerkt, dass das Buch faszinierend ist, sowohl der Roman als auch die Geschichte, die sich an den Rändern entfaltet. 

Markus Heitz – Aera (784 Seiten)

Die Götter kommen auf die Erde zurück. Alle, bis auf einen. Die Geschichte reizt mich nicht nur wegen meiner Faszination für verschiedene Mythologien, sondern auch aus theologischer Sicht. Vielleicht ist jetzt endlich die Zeit für dieses Buch.

Neil Gaiman – American Gods (640 Seiten) 

Auch ein Buch, das schon seit Jahren in meinem Regal vor sich hin vegetiert, dabei habe ich nur Gutes gehört. Meine eine beste Freundin hat mir sogar Band 1 der Graphic Novel Adaption geschenkt (auch vor JAHREN), aber es war immer noch nicht genug, dass ich das Buch zur Hand nahm. Das soll sich jetzt ändern.

Das ist mein Camp-Bus. Macht ihr auch mit? Und wenn ja, welche Bücher liegen bei euch auf dem Stapel? Wollt ihr alle lesen? Oder habt ihr eher wie ich einen Pool zusammengestellt?

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