Halbzeit! Der Rückblick auf das 1. Lesehalbjahr 2020

Halbzeit! Der Rückblick auf das 1. Lesehalbjahr 2020

Ist echt schon die Hälfte des Jahres rum? Ich kann es kaum glauben. Corona hat doch gerade erst angefangen und ich hänge im neuen Job? Nein? Echt schon Ende Juni? Krass.

Zeit, auf die Statistiken der ersten 6 Monate zurückzublicken.

Statistiken und Kram

Gelesene Bücher: 62
Seiten: 11967
Durchschn. pro Monat: 1994
Durchschn. pro Buch: 193
Meistgelesenes Genre: Mangas, Comics, Graphic Novels

In den letzten Monaten ist bei mir viel passiert, und meine Stories, Tweets und Instagram-Beiträge sind voll mit meinem neuen Job und den Unterrichtsvorbereitungen. Ich denke immer, dass ich bei all dem Job-Gedöns gar nicht zum Lesen komme. Aber zum einen zähle ich in meine Statistik eiskalt auch die Bücher hinein, die ich für den Unterricht lese. Zum anderen sehe ich anhand der Statistiken, dass ich sehr wohl Zeit zum Lesen oder zum Hören von Hörbüchern finde. Mal mehr, mal weniger. So ganz zufrieden bin ich allerdings nicht, doch dazu gleich mehr.

Überhaupt Hörbücher

Noch vor zwei Jahren konnte man mich damit jagen, ich habe nur widerwillig zum Hörbuch gegriffen. Inzwischen bin ich richtiggehend angefixt. Ich möchte so gerne lesen, aber der Haushalt macht sich nicht von allein und ich will auch nicht Janina alles aufdrücken. So richtig motiviert bin ich nie, aber mit einem Hörbuch auf den Ohren lässt sich alles doch viel leichter erledigen. Ich habe mich schon das oder andere Mal dabei erwischt, wie ich dann doch noch ein paar Kleinigkeiten mehr gemacht habe, weil das Hörbuch gerade so spannend war und ich nicht unterbrechen wollte.
Meine liebsten Hörbücher dieses Jahr waren die „Chroniken der Seelenfänger“ von Alexey Pehov. Nicht nur spannend geschrieben, sondern auch grandios vorgelesen von Oliver Siebeck. Und auch wenn man die Bücher nicht miteinander vergleichen kann, sie rangieren in den gleichen Gefilden wie die Känguru-Reihe von Marc-Uwe Kling.

Leseliste? Well…

Ansonsten sieht es etwas mau aus, was meine vorgenommene Leseliste für 2020 angeht. Laut Goodreads habe ich zwar 62 Bücher gelesen, aber von den 91 Bücher, die ich für dieses Jahr vorhatte, waren es nur 14. Eins davon abgebrochen, drei gestrichen. Wenn ich noch alle schaffen will und dieses Jahr nichts anderes mehr hinzufüge (wobei ich jetzt schon weiß, dass noch ein paar Bücher auf der Liste fehlen…), muss knapp 13 Bücher jeden Monat schaffen.
Dummerweise hasse ich es, mich beim Lesen unter Druck zu setzen, und ich denke, da werden eher weitere Bücher gestrichen werden.

Wie macht ihr das eigentlich? Lest ihr nach Listen? Und haltet ihr euch dran? Oder ist es wie der Piratenkodex, nett gemeinte Richtlinien und keine Regeln?
Nun mag man sagen „Boah, Mari, 63 Bücher in sechs Monaten, das ist doch der Hammer!“ – wann man stumpf nach der Anzahl geht, ja. Qualitativ war es erstens sehr durchwachsen, und zweitens habe ich zum Stress Relief deutlich mehr „Groschenromane“ gelesen. Was an sich in Ordnung ist, aber da ich dieses Jahr vermehrt Sachbücher lesen wollte (für die mir derzeit aber einfach der Kopf fehlt), ist das eher suboptimal.

Die Challenges

Zu meinem Rückblick gehört natürlich auch der Blick auf die Challenges, an denen ich dieses Jahr Teilnehme.

Zum einen ist da die #wirlesenfrauen-Challenge, die Eva-Maria dieses Jahr wieder veranstaltet. von 12 Kategorien habe ich bisher 8 erfüllt, was schon ziemlich gut ist. Manche der Kategorien kann ich inzwischen auch zwei Mal ausfüllen!

Zum anderen Nehme ich jedes Jahr an der Around the Year in 52 Books teil, die auf Goodreads veranstaltet wird. Ich habe diese Challenge noch nie zu 100% erfüllt, aber ich liebe dennoch. Die Kategorien werden in einem Wochen andauernden Prozess unter allen Gruppenmitgliedern zusammengetragen, und es sind so vielseitige, spannende, lustige und durchaus vertrackte „Aufgaben“ dabei, dass ich manchmal echt gucken muss, welches Buch ich dafür lesen könnte. Es macht einfach richtig Laune, vor allem, weil ich mir immer erstmal Gedanken mache und recherchiere, welche Bücher infrage kommen – und welche davon vielleicht schon im Bücherregal habe.
Den ausführlichen Stand könnt ihr auf meiner diesjährigen Challenge-Seite einsehen, aber kurz zusammengefasst: es sieht noch etwas düster aus. 14 Kategorien habe ich bisher erfüllt, 38 fehlen noch.

Tops and Flops

Zum Abschluss dürfen natürlich die bisherigen Tops und Flops nicht fehlen.

Bisherige Jahres-Highlights

Jasmin Schreiber: Marianengraben
Die Rezension ist schon fertig und wird die Tage veröffentlicht. Marianengraben ist ein wunderschönes Buch über Verlust, Trauer, Geschwisterliebe (nicht das von Die Ärzte, ihr Ferkel) und weiter wachsen. Ich habe gelacht und geweint.

Magus of the Library
Rezension hier

Pehov – Glühendes Tor
Glühendes Tor ist der Abschlussband der Seelenfängerchroniken, und ich habe es stellvertretend für die gesamte Reihe gewählt. Ich habe schon seit einiger Zeit Schwierigkeiten mit High Fantasy, aber diese Tetralogie hat mich gepackt. Ja, die Hauptfigur ist ein Kerl. Und natürlich ist er ein Guter. Aber die Frauenfiguren kommen eben auch nicht zu kurz und stehen allesamt nicht nur mit beiden Beinen auf der Erde, sondern sind jede eine Heldin in their own right. Ludwig von Normeyenn ist…nett. Und zum Glück nicht perfekt, was ihn glaubwürdiger erscheinen lässt und zumindest mir sympathisch macht.
Die Charaktere, von denen ich mich aber wirklich nicht trennen wollte, waren Apostel, die ruhelose Seele, und Scheuch, der mächtige, dunkle Animatus. Ihnen habe ich noch einige Tage tränenreich hinterhergetrauert. Dass mir in einer Reihe gleich zwei Charaktere so ans Herz wachsen passiert selten, und so einen Bookish Heartbreak hatte ich das letzte Mal vor neun Jahren. Alleine wegen Apostel und Scheuch würde ich mir die komplette Reihe nochmal geben. Und das will was heißen!

Bisherige Enttäuschungen

Strömquist: Ich fühls nicht
Ich wiederhole jetzt nicht, was ich alles problematisch an diesem Werk finde. Eine kurze Meinung auf Englisch findet ihr auf Instagram, die lange Version habe ich für Feminismus oder Schlägerei geschrieben.

Braithwaite – Meine Schwester, die Serienmörderin
Vorweg: Das Buch ist nicht schlecht! Ich hatte nur deutlich höhere Erwartungen, weil es als so feministisch gefeiert wird. Ich sehe in diesem Buch nichts feministisches. Ich lasse mich gerne aufklären, aber sich so zu entscheiden wie Korede, die Protagonistin, am Ende des Buches es macht kann nur auf den ersten Blick als feministisch gesehen werden. Ansonsten…naja.

Strelecky – Das Cafe am Rande der Welt
Gott, was wurde mir dieses Buch um die Ohren gehyped. Zum Schluss gab ich nach, hörte das Hörbuch, war genervt, und fühlte mich in meiner Meinung über Lebensratgeber bestätigt. Den Rant darüber könnt ihr euch noch auf Instagram anschauen.

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