[Federlesen] Challenges. Stressige Wettbewerbe oder Hilfe zur Horizonterweiterung?

Das neue Jahr ist noch ganz frisch und schon in den Tagen nach Weihnachten häuften sich die Jahresrück- und Ausblicke, Vorsätze wurden gefasst und vor allem: neue Challenges vorgestellt.
Dem Cafehaussitzer kräuseln sich da die Fußnägel:


Und ein bisschen hat er vielleicht auch Recht. Trotzdem können Challenges so viel mehr sein als ein reiner Schwanzvergl… ein reines Barometer wer die größte, schnellste, beste, belesenste Leseratte ist.

Der Druck zu lesen, egal was

Manche Challenges sind, je nachdem wie man sie angeht, purer Druck. Das beste Beispiel ist die Jahreschallenge von Goodreads, bei der man eingeben kann, wie viele Bücher man in dem Jahr lesen möchte. Man kann die Zahl immer wieder anpassen, nach oben oder nach unten, trotzdem baut genau diese Challenge den meisten Druck auf. Zum einen, weil nahezu jeder mitmacht und man sich permanent vergleichen kann. Zum anderen, weil der Algorithmus berechnet, wie viele Bücher man im Rückstand oder Vorsprung ist. Gerade der Rückstand treibt dann doch einigen die Schweißperlen auf die Stirn. Zumal man für ein dickes Buch naturgemäß länger braucht als für ein schmales. Wer sich mit anderen in der Anzahl der gelesenen Bücher messen will, ist mit dicken Büchern also klar im Nachteil, je nach Lesegeschwindigkeit.
Was dagegen hilft? Den Wettbewerbsgedanken weglassen. Ich setze mir jedes Jahr das Ziel von 50 Büchern. Ich weiß ziemlich genau, dass ich das ohne mit der Wimper zu zucken schaffe, aber ich passe die Challenge lieber meinen Leselaunen an als anders herum. Mir ist es auch egal, wieviele Seiten ich lese, denn auch diese Anzahl sagt wenig über die Qualität des Buches aus. Ein Beispiel? Twilight. Breaking Dawn hat auf Englisch 720 Seiten. Ist das ein Mensch? von Primo Levi 165. Deutlich weniger, aber meiner Meinung nach umso mehr Inhalt. Und Inhalt lässt sich nicht messen. Allein deswegen sind Challenges, die nur auf die Anzahl von Seiten oder Büchern abzielen, nicht wirklich geeignet für irgendwelche literarischen Messungen.

Challenges, die einen wirklich herausfordern

Challenge bedeutet übersetzt sowas wie Herausforderung, und es gibt Challenges, die den eigenen (Lese-)Horizont erweitern können, sofern man sich drauf einlässt.
Meine Lieblingschallenge ist Around the Year in 52 books, die jedes Jahr auf Goodreads stattfindet. Die einzelnen Kategorien werden von den Gruppenmitgliedern vorgeschlagen und abgestimmt. Manchmal sind die Kategorien leicht mit den eigenen präferierten Genres vereinbar, denn einen Titel ohne den Buchstaben F findet man relativ schnell im Regal. Aber andere Kategorien wie a book about a famous historical figure, a banned book, oder a book set in or written by an author of the southern hemisphere sind tlw. doch etwas schwieriger. Wenn man diese Aufgaben erfüllen will, muss man eben doch mal recherchieren. Gerade Kategorien wie an author of the southern hemisphere oder an own voices book schubsen die Teilnehmer*innen immer wieder raus aus ihren ansonsten recht weiß-lastigen Autorenkreisen.
Ich erfülle nie alle Kategorien, denn Zeitreisen z.B., eine Kategorie aus 2017, fand ich schon immer eher öde. Trotzdem macht es Spaß, nicht nur die bisherigen Schätze zu durchforsten auf der Suche nach einem Buch, das zu einer Kategorie passt, sondern eben auch mal zu recherchieren und ein Buch oder eine Autorin zur Hand zu nehmen, die einem sonst vielleicht entgangen wäre.

SuB-Challenges, das Graben nach Schätzen im heimischen Bücherregal

SuB Challenges sind, wie der Name schon sagt, dazu da, den bisherigen Stapel ungelesener Bücher zu reduzieren. Meistens, und deswegen sind diese Challenges nicht unbedingt was für mich, geht damit ein Buchkaufverbot einher. Was ich davon halte habe ich im November bereits geschrieben. Ein Buchkaufverbot übt auch Druck aus, denn man kann sich nicht die lang ersehnte Neuerscheinung kaufen, sondern „muss“ artig warten, bis die Challenge rum ist.
Kerstin und Janna haben sich aber was feines ausgedacht: eine SuB-Challenge, die ohne dieses unsägliche Buchkaufverbot auskommt, das Bücherwürmer sowieso immer wieder umgehen. Wie das geht? Nun, es zählen für diese Challenge eben nur jene Bücher, die vor dem 01.01.2018 auf dem SuB gelandet sind. Die Challenge fordert also eher dazu auf, sich mal wieder intensiver den bereits vorhandenen Schätzen zu widmen. Das ist eine schöne Idee, und manche Leute brauchen eben eine kleine Challenge, um da ein bisschen reinzukommen.
Wer sich das genauer angucken will, schaut einmal fix bei den zwei Ladies rum: Subventur-Challenge

Lesemarathon, Stress mit Ankündigung

Marathon klingt an sich ja schon anstrengend. Bei dem Wort Lesemarathon fangen meine Augen schon an zu brennen, bevor ich das Buch überhaupt aufgeschlagen habe. Meistens geht so ein Marathon über ein Wochenende, und bei den Stapeln, den sich manche vorgenommen haben, wird mir regelmäßig schwindelig. Ich mag da die ruhigeren Lesenächte lieber. Zwar liest auch bei dem Marathon jeder in seinem Tempo, aber ein gewisser Wettbewerb spielt ja schon alleine durch das Wort mit rein. Und das ist der Punkt, an dem ich Uwe Recht gebe. Seit wann ist Lesen ein Wettbewerb? Jetzt werden viele schreien „Aber es macht SO. VIEL. SPASS !!1!!111!“ Und wie oft twittert ihr während des Marathons, dass ihr hinterherhinkt, euch dafür scheltet mit der Familie gegessen zu haben, ihr frustriert seid, weil es nicht so läuft wie geplant oder erhofft?
Ich bleibe bei den Lesenächten oder auch Wochenenden, bei denen jeder am Anfang seinen Stapel Süßigkeiten zeigt anstatt eines völlig unrealistischen Ziels. Wenn man in der Lesenacht dann doch mehr als ein Buch schafft: schön. Aber der Druck ist von Anfang an weg, weil es eher um das gemeinsame Lesen geht als um das gegenseitige Übertrumpfen.

Am Ende muss jede*r für sich wissen, ob er oder sie die Challenges als Wettkampf oder doch nur persönliche Herausforderung sieht, und auch, mit welchen Erwartungen er/sie das Ganze angeht. Möglichst viele Bücher lesen? Möglichst viele Seiten? Viel Inhalt? Viele Ausflüge in die Gefilde außerhalb der eigenen Blase? Mir würde dieser permanente Wettbewerbsgedanke den Spaß am Lesen nehmen, denn Lesen soll mich eben von anderen Wettbewerben (Job, Examen, Alltagsfronten) abholen und mir beim Erholen helfen. Was soll das außerdem bringen? Jede*r hat ein anderes Leben mit unterschiedlich viel Zeit, unterschiedlichen Prioritäten und vor allem unterschiedlichen Lesegeschwindigkeiten. Dabei ist es doch egal, ob man ein Buch in fünf Stunden (I look at you, Bookpacman!) oder in fünf Wochen liest.
Ich schlage inzwischen immer den gemütlichen Weg ein als mir so einen Stress zu machen. Ich bin einfach zu alt für diesen Scheiß!

39 Kommentare zu „[Federlesen] Challenges. Stressige Wettbewerbe oder Hilfe zur Horizonterweiterung?“

  1. Ein schöner, kritischer Beitrag zu den ganzen Challenges.
    Ich nehme zwar dieses Jahr auch wieder an drei Teil, setze mich da aber nicht unter Druck. Die eine dient tatsächlich der Horizonterweiterung, eine (vorwiegend) dem SuB-Abbau und eine ist für mich einfach nur zum Spaß und Kontakte knüpfen.
    Diese Goodreads Reading Challenge kannte ich bisher gar nicht und daran würde ich auch nicht teilnehmen. Die hat mich ja bereits beim Durchlesen gestresst, wobei die 52 Bücher Challenge schon witzig klingt, aber für mich wohl auch nichts wäre.
    Letztendlich finde ich es gut, dass es genug Challenges gibt, bei denen sich jeder etwas aussuchen kann, was zu ihm passt. Möchte sich jemand anspornen lassen und braucht dieses Wettkampf-Feeling, okay. Möchte jemand neue Genres entdecken und über den Tellerrand blicken, fein. Es werden ja zum Glück viele Vorlieben abgedeckt.
    Liebst,
    Rika

  2. Das klingt sehr gut! Ich mag Leseabende auf Twitter, aber nicht um zu lesen, was das Zeug hält, sondern um sich mit anderen auszutauschen. Ja und auch mit den Challenges ist das alles so eine Sache. Ich mach mit, stress mich aber nicht…. Nur die Hälfte geschafft? Egal! Ich lese nur auf das, worauf ich Lust habe. Beim SuBabc mach ich auch mit – erstens kein Buchkaufverbot! Jeah! Das punktet. Und zweitens ein überschaubarer Zeitrahmen. Denn meistens ist es doch so bei mir, dass sich aufgrund vieler Dinge meine Lesezeit ändert, so gibt es Monate, wo ich an einem, zwei Bücher hänge. Ich will lesen, um mich zu entspannen und zu genießen, nicht weil ich mich mit anderen messen muss, weil sie schon 20 Bücher mehr haben, als ich ?
    Danke jedenfalls für den schönen Beitrag!

    Liebe Grüße Anett.

  3. Ich finde auch, dass der Wettkampf-Gedanke beim Lesen nicht wirklich Sinn der Sache ist und ich lieber mit Spaß an das Lesen herangehen möchte. Und das soll fokussiert und entspannt sein. Druck macht man sich oft schon in anderen Lebensbereichen, dass muss bei einem Hobby nun wirklich nicht sein.

    Vielleicht bin ich aber auch schon einfach zu alt! ?

  4. Also an einem Leseabend habe ich ehrlich gesagt noch nie teilgenommen, ich lese lieber für mich. Die vielen Challenges, die ich bei anderen sehe, reizen mich ehrlich gesagt auch nicht zum Mitmachen. Ich suche mir lieber selbst aus, was ich lese und ich finde, dass ich über das Bloggen schon sehr über meinen Tellerrand schaue, ich sehe immer wieder Bücher bei anderen, auf die ich sonst nie aufmerksam geworden wäre. Solche Challenges finde ich aber grundsätzlich ok. Was mich eher nerven sind wie du beschrieben hast, Challenges, bei denen es hinterher nur darum geht, vorne zu liegen. Dieses Vergleichen finde ich nicht nur unter Druck setzend, es führt bei mir schon vor dem Lesen dazu, dass ich mich anpassen muss. Beispielsweise versucht fühlen würde, nur noch kürzere Romane zu lesen oder so. Ich zähle nicht einmal meine gelesenen Bücher pro Monat oder Jahr, ich will es einfach nicht wissen, es hat keine Bedeutung für mich. Was ich interessant finde, lese ich, was ich schaffe, habe ich geschafft. Warum sollte ich meine kostbare Lesezeit damit verschwenden, ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich weniger als andere lese?
    Dennoch ein sehr interessanter Beitrag von dir!
    VG Jennifer

  5. Du hast ja nur fast Schwanzvergleich geschrieben! 😀 Und erstmal lieben Dank fürs erwähnen & verlinken :-*

    Ich verstehe absolut was der zitierte Tweet ausdrücken will und doch liebe ich Challenges! Einfach weil ich mich nicht mit anderen vergleiche, sondern Freude daran habe bestimmte Bücher zu Aufgaben herauszusuchen, zu lesen!

    Was den Marathon angeht – habe ich bislang und werde ich wohl auch nie mitmachen, eben aus deinen genannten Gründen! Aber Leseabende/-nächte oder auch mal ein Wochenende, das ist schon fein! Egal ob ale das selbe/gleiche (verflixt diese Worte, weiß nie wann welches *schämnderLacher) Buch oder einfach wild durcheinander gemeinsam gelesen wird. Da ich eher Gelegenheitsleser*innen in meinem Umfeld habe, freue ich mich über solche kleinen Aktionen und den Austausch (=

  6. Was für ein schöner Beitrag. Ich kann dir (in fast allen) zustimmen. Eigentlich sind das ja alles Dinge, die ich weiß, aber wenn ich mich gerade wieder von einer Challenge habe mitreißen lassen oder mich beim Vergleich mit anderen unter Druck setze, tut es sehr gut, solche Sätze noch mal zu lesen. Das hilft mir dann, einen Schritt zurückzutreten und mich daran zu erinnern, worum es mir beim Lesen eigentlich geht. Nämlich um Spaß, Erholung oder geistige (!) Herausforderung. Das ist aber auch die einzige Herausforderung, vor die mich meine Bücher stellen sollen. Nicht, wie schnell ich sie lesen kann/muss.
    In diesem Sinne: Danke für die Erinnerungen.
    Ganz liebe Grüße, Julia

  7. Hallihallo! ?

    Natürlich fühle ich mich schon durch meine Challenges und Social Media leicht unter Druck gesetzt, aber ich setzte mir, so wie du es auch schon geschrieben hast, diese Challenges um mich selbst herauszufordern. Goodreads habe ich nur für meine auf Englisch gelesenen Bücher und da ich im letzten Jahr auf Englisch lesen für mich entdeckt habe und in einem Englisch LK bin, möchte ich mich gerne in der Sprache verbessern und noch mehr lesen und nicht warten bis die Bücher erst übersetzt wurden, wenn überhaupt…

    Meine zweite, mehr inoffizielle und vor allem sehr persönliche Challenge ist es, mehr Bücher aus der Kategorie Diversity und Own Voices zu lesen, weil ich ein sehr weißes Umfeld und Weltbild habe. Durch das lesen dieser Bücher weiß ich, dass ich mich mit Themen außerhalb meines gewohnten Umfelds beschäftigen und meinen Horizont erweitern und Neues dazu lernen werde.

    Ich mache mit einer Blogger-Freundin am Sonntag zusammen einen 24h-Readathon, wo man also 24h Stunden versucht „nur“ zu lesen und vlt auch so viel wie eben geht. Da ist wohl ein Wettbewerb mitinbegriffen, obwohl das eigentlich gar nicht meine Absicht dabei ist. Klar, ich freue mich wenn ich mehr gelesen habe als sonst, aber ich versuche mich da jetzt nicht zu vergleichen oder das Wettbewerbsgefühl zu fördern. Es geht mir nur darum gemeinsam mit anderen zusammen lange und jaaa, viel zu lesen, aber eben ohne Druck bzw. einen Wettbewerb.

    LG Hanna

  8. Hi,
    dieser Beitrag ist wirklich super, danke dafür! Ich nehme dieses ahr tatsächlich auch wieder an Challenges teil, wobei eine davon eine SuB-Abbau Challenge ist und ich jetzt schon skeptisch bin, wie und ob es hinhauen wird.
    Du hast tatsächlich recht, was den Abschnitt über die Goodreads-Challenge anbelangt, denn teilweise habe ich es auch eher als Druck empfunden, denn als Motivation, was ja eigentlich eher die Absicht einer Challenge sein sollte, finde ich. daher nutze ich sie (also Challenges allgemein) jetzt ausschließlich dafür, mich zum Lesen zu motivieren, denn es soll ja, wie du schon richtig bemerkt hast, Spaß machen! Daher werde ich mich nicht unter Druck setzen lassen und genieße meine Lektüre einfach.

    LG, Ümi

  9. Hallo,
    mir gefällt dein Beitrag. Ich mache meist bei Challenges mit, die so ein bisschen nebenbei laufen können. Klar, versuche ich schon die Aufgaben zu erfüllen, aber ich setze mich nicht unter Druck, dass ich jetzt unbedingt nur noch eine bestimmte Art von Buch lesen muss.
    Ich mag auch das #SuBabc von Janna und Kerstin, denn man kann sich nochmal intensiv seinem SuB widmen, aber ich kann trotzdem andere Bücher zwischendurch lesen.
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

  10. Schöner Beitrag. Für mich persönlich sind solche Challenges schlichtweg überflüssig, zum Teil auch albern (je nach Ausrichtung des Wettbewerbs). Wenn man beruflich was mit Büchern macht, so wie ich, hat man paradoxerweise auch überhaupt keine Zeit für sowas. Vermutlich würde ich jede spezifische Challenge verlieren, obwohl ich trotzdem mehr lese als alle anderen TeilnehmerInnen…
    Ich verstehe – ehrlich gesagt – gar nicht die Motivation, an so einer Challenge teilzunehmen. Ich lese für mich selbst (außer ich tue es beruflich im Auftrag anderer). Dafür brauche ich nicht den Ansporn von außen. Ich möchte lesen, weil ich lesen möchte; nicht, weil ich irgendeinen Wettbewerb gewinnen will oder ein Gemeinschaftserlebnis suche.
    Grüße,
    Anton

    1. Ahoi!
      Viele Leser*innen lesen gerne gemeinschaftlich, das Konzept „Lesekreis“ oder „Buchclub“ ist ja keine Erfindung des 21. Jahrhunderts 😉
      Und auch bei den Challenges ist man, je nachdem wie man es auffässt, nicht gebunden. Ich nehme die Challenges, an denen ich teilnehme, z.B. auch als Inspiration, mal was anderes zu lesen. Auf der anderen Seite lasse ich mich aber auch nicht dazu drängen, Bücher zu lesen, deren Thematik einfach nicht meins ist (Zeitreisen, wie im Artikel schon geschrieben). Ich lasse mir die Freiheit als Leserin nicht nehmen zu lesen was ich möchte. Wenn du den Eindruck hast, dass Challenges per se immer einengend sind, finde ich das schade, kann aber auch verstehen, wo dieser Gedanke herkommt.

      Cheerio,
      Mareike

  11. mit inzwischen 60 Jahren werde ich mit Lese-Challenges nicht mehr anfangen.
    Früher hätte mich das sicherlich schon irgendwie gereizt 😉

    2-3 Bücher die Woche lese ich fast immer.
    Glücklicherweise habe ich frühzeitig gelernt, das Lesen zu lieben,
    und es schließlich auch sehr schnell und dennoch gründlich zu können
    (Ausnahme waren und bleiben die Bücher, die ich lesen musste/muss,
    mich aber nicht wirklich interessieren)

    Danke für Deinen informativen Bericht aus den Lesewelten von heute.

    Habe heute erstmalig einen kleinen Stapel SUB fotografiert 😉
    also: eher sind es angelesene bis halb oder fast ganz durchgelesene Bücher –
    wie NENNEN wir die denn??

    LG und alles Gute für 2018
    und viel Glück und viel Segen,
    Hiltrud

    1. Ahoi!
      Hm, gut Frage wie man den Stapel nennt. Stapel angefenagener Bücher (SaB)? Habe ich mir noch nie Gedanken drum gemacht, weil ich nur sehr wenige Bücher unterbreche. Entweder werden sie abgebrochen oder zu Ende gelesen 😀

      Und ich denke, für Challenges ist man nie zu alt – so lange man Freude daran hat 😉

      Liebe Grüße,
      Mareike

  12. Ein Lesewettkampf ist auch immer … ja, wie soll das eigentlich richtig funktionieren. Ich hab früher an einigen Challenges teilgenommen, einfach um mich selbst ein bisschen herauszufordern, hab aber schnell gemerkt, dass sich dann eine Art Schulfeeling bei mir einstellt – wenn es zu sehr auf ein Thema festgelegt ist, fühle ich mich schnell gezwungen, dieses und jenes Buch jetzt zu lesen und habe dann tatsächlich keinen Spaß mehr dran.
    Was ich aktuell tatsächlich aber – für mich – praktisch finde, ist die Goodreads Challenge. Die letzten Jahre habe ich mir immer ein Ziel von 100 Büchern gesetzt, welches mittlerweile nicht mehr so einfach für mich zu erreichen ist. Es ist aber eine kleine Motivation für mich, eben nicht mal wieder eine neue Serie anzufangen oder anderweitig meine Zeit zu nutzen, sondern zu lesen. Ob das dann ein dickes Buch oder ein kurzer, simpler Manga ist – die Bücher sind ja da und ich möchte sie lesen, die Challenge ist dann noch ein zusätzlicher Anreiz. (Bis ich dann irgendwann noch weniger Zeit habe und so viele Bücher gar nicht mehr schaffen kann – blinzel kurz und du verpasst, wie ich die Challenge fallen gelassen habe. xD)

  13. Liebe Mareike, du nimmst mir die Worte aus dem Mund 🙂
    Ich habe auch schon länger überlegt zu dem Thema was zu schreiben, da so viele ständig mit Challenges und Buchkaufverboten um sich schmeißen.
    Ich persönlich halte da auch nicht viel von.
    So ziemlich aus deinen genannten Gründen.
    Das einzige was ich persönlich anders sehe ist die Goodreads Challenge. Für mich persönlich ist es auch weniger eine Challenge und ich vergleiche mich auch mit niemand anderen. Ich schaue auch nicht regelmäßig nach, ob ich auch bloß nicht im Verzug bin. Das ist mir alles ziemlich egal.
    Für mich ist das mehr ein persönliches Ziel, was ich gerne erreichen möchte. Dabei setze ich die Zahl ganz realistisch, 2017 war es z.B. 30 Bücher und siehe Da, ich habe sogar 35 gelesen. Ich habe dieses Jahr wieder 30 angesetzt und mir ist es egal ob ich ein paar Bücher drunter oder drüber bin 🙂 ich freue mich einfach, wenn ich dieses kleine persönliche Ziel erreiche!

    Liebste Grüße
    Jenny

  14. Ich versuche immer mal wieder an einem Lesemarathon oder einer Challenge teilzunehmen und jedes Mal merke ich, dass das einfach nichts für mich ist. Ich setze mich damit stets selbst unter Druck, so viel wie möglich in kürzester Zeit lesen oder aber meine Nase in Genres zu stecken, die zu dem Zeitpunkt vielleicht einfach gerade überhaupt nicht das ist, was ich will und brauche.

    Ich gehöre da schon viel eher zu dem „Zum lesen brauche ich meine Ruhe, ey!“ Typ. Ich will ganz entspannt auf dem Sofa kuscheln, so schnell lesen, wie meine Augen und mein Kopf es in dem Moment erlauben, Denk- oder Fanpausen einlegen, das Buch zur Seite legen, weil ich zum Xten Mal Knabbernaschub brauche und meine Lektüre unbeendet wieder ins Regal stellen, weil sie gerade einfach nichts für mich ist. Ich will einfach frei lesen. 🙂

    Allerdings sehe ich natürlich auch, wie viel Spaß andere an Challenges und Marathons haben und darüber freue ich mich sehr. Alles, was dafür sorgt, dass die Leute ihre Nasen in Bücher stecken, finde ich toll!

    Ganz liebe Grüße,
    Maike

    1. Ahoi Maike!

      Ich kann deinen Kommentar eigentlich so unterschreiben 😀 Ich habe gerade genickt wie ein Wackeldackel, und ich könnte jeden Satz mit „sehe ich auch so“ kommentieren…

      Cheerio,
      Mareike

  15. Hallo Mareike,
    ich nehme gerne an CHallenges teil, weiß aber auch dass man sich gerne übernehmen kann. Zu Beginn meiner Bloggerzeit habe ich an mehreren gleichzeitig teilgenommen. Damit habe ich mich natürlich komplett übernommen.
    Mittlerweile mache ich mir damit keinen Stress mehr. Nehme an 2 Challenges teil und an der Goodreadschallenge. Aber ich setze mich auch nicht unter Druck. Sollte ich sie nicht schaffen, dann ist das eben so.

    Liebe Grüße
    Lilly

    1. Ahoi Lilly!

      An welchen Challenges nimmst du denn Teil?
      Ich habe dieses Jahr…auch zwei Challenges plus die Goodreads Challenge. Finde ich aber gut, dass du das so locker angehst 🙂

      Cheerio
      Mareike

  16. Gute Punkte sprichst du da an.
    Ich sehe es so, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er sich von so etwas unter Druck setzen lässt oder nicht.
    Ich finde es macht Spaß und motiviert, vielleicht dann doch statt dem Filmabend einen Leseabend zu machen.
    Und am Ende freut man sich, dass man doch so viele tolle neue Bücher gelesen hat.

    Sascha

    1. Ahoi!
      Naja, meistens hat man ja nicht wirklich die Wahl ob man sich unter Druck setzen oder nicht, das passiert ja eher unbewusst 😉 Ich freue mich aber auch, wenn ich am Ende eines Wochenendes ein oder zwei Bücher beendet habe 🙂

      Cheerio
      Mareike

  17. Mich stressen Challenges im Allgemeinen nicht. Und weil ich so entspannt bin, was den Wettbewerbsgedanken angeht (nicht nur bei Buchchallenges, sondern dieser rote Faden zieht sich komplett durch mein Leben), vergesse ich meistens diese Challenges wieder und beende sie nie. Oder ich lese dann doch lieber andere Dinge, die nicht in die Challenge-Aufgaben passen. Ab und zu mache ich eine Challenge mit, die so perfekt in meine Lesegewohnheiten passt, dass ich dadurch nur geringfügig meine Lesereihenfolge ändern muss – da frage ich mich manchmal aber schon, wo die Herausforderung liegt 😉

    Mir gefällt es, wenn man einen Schwerpunkt auf bestimmte Dinge setzt, z. B. mit der Challenge „wider das Vergessen“, und Beiträge und Beteiligungen unter diesem Motto zusammenfasst. Das könnte man dann aber genauso gut „Aktion“ oder „Motto“ nennen.

    Wenn jemand sich mit Challenges anspornen und motivieren kann und tatsächlich Spaß daran hat, gönne ich es jedem. Manchmal habe ich aber auch das Gefühl, dass negativer Druck erzeugt wird, der die Challenge in lästige Pflichten verwandelt. Da halte ich mich dann lieber fern.

    Liebe #Litnetzwerk-Grüße
    Gabi

    1. Moin Gabi!

      Jaaa, ich kenne das mit dem Vergessen von Challenges oder dann doch was völlig anderes lesen zu wollen 😀 Passiert mir gerade bei der SuB-Challenge bei Janna und Kathrin, dabei bevorzuge ich solche thematisierten und zeitlich gut begrenzten Challenges. Bist du schon über die Drachenlesechallenge gestolpert? Da lässt du quasi deinen eigenen Drachen wachsen lassen 🙂 Ist bei mir oben bei den Challenges verlinkt.

      Cheerio
      Mareike

  18. Amen zu deinem letzten Satz 😀 Ich hab mich grade im ersten Blogjahr immer viel zu sehr unter Druck gesetzt und wollte an zu vielen Challenges auf einmal teilnehmen – durchgezogen hab ich keine^^. Irgendwann geraten sie immer in Vergessenheit oder es nervt, dass ich kein passendes Buch finde. Also hab icvh irgendwann meine BücherkulturChallenge gegründet, die einfach nur dazu da ist,a uch mal wieder ältere Schätze zu lesen ohne ein offizielles Ende – im Gegenteil, wir erweitern sogar immer mal wieder :D. Ach mensch und Subenvtur-Challenge , da war was, die wollte ich tatsächlich mit machen, einfach um eine Auswahlhilfe zu haben, welche der vielen vielen SuB Bücher ich nun wähle^^. Bei Goodreads handhabe ich es mittlerweile auch so wie du – ich wähle bewusst eine Zahl, die ich eh schaffe :D. Mich interessiert am Ende des Jahres einfach nur, was ich so gelesen habe, einfach für mich als Interesse, ganz ohne auf die anderen zu achten, das ist wirklcih einfach entspannter! glg Franzi

  19. Hihi,
    ich hab mir früher oft die Beschreibungen von Challenges angeschaut und hab auch hin und her überlegt, aber wirklich mitgemacht hab ich dann doch nicht.
    Ich hab nicht das absolut dringende Bedürfnis alle meine Bücher wegzulesen, nur damit sie endlich gelesen sind!
    Ich mag das, wenn ich ein paar Bücher daheim stehen hab, die ich noch nicht kenne und die mir zuflüstern, was sie alles in sich haben,

    Dass es alles plötzlich wie ein Wettbewerb klingt, denke ich mir auch schon länger. Ich hab mir noch nie ein goodreads-Lese-Challenge gestellt, weil man manchmal mehr liest und manchmal weniger.
    Es kommt nicht auf die Masse an Büchern oder Seiten an, wie du schon geschrieben hast, sondern auf den Inhalt und genau deswegen lese ich doch lieber ein paar mehr anspruchsvolle Bücher, für die ich mir Zeit nehme, bevor ich eins nach dem anderen nur durchfliege.

    Ein schöner Beitrag!

    Liebe Grüße
    Itchy

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