[Blogtalk] Blog Bullet Journal 2019

Vor einem Jahr habe ich schon einmal über mein Bullet Journals berichtet, die ich für den Blog habe. Als ich mit Bullet Journaling begann, war ca. ein Drittel des BuJos für Blognotizen. Das hatte mehrere Nachteile, z.B. dass ich häufiger ein neues BuJo brauchte, mehr übertragen musste aber nicht auf alles Lust hatte…Mitte 2017 entschied ich mich, für den Blog ein eigenes BuJo zu führen, und das funktioniert für mich ganz gut. 2018 hatte ich statt A5 ein anderes Format, B5. Es gefiel mir nicht wirklich, was vielleicht auch daran lag, dass mein Alltagsjournal in A5 war und ich es gerne einheitlich habe. Entsprechend wenig habe ich es benutzt und doch wieder viel in mein anderes Bullet Journal integriert.

Für 2019 habe ich für den Blog ein wundervolles Bullet Journal aus dem EMF Verlag, das Kaddy mir zum Geburtstag geschenkt hat. Die Farben auf dem Cover – grüntöne, gelb, weiß – geben nicht nur die Farben vor, die ich im BuJo benutzen werde, sondern auch die Farben der Leuchtturm Notizbücher, die ich das Jahr über kaufen und benutzen werde. Das erste ist bereits in Olivgrün bei mir eingezogen und wird im Laufe der nächsten Wochen für 2019 fertig gemacht.

Zurück zu Blog Bullet Journal. Was ist drin, was fliegt raus, ist was neu dazu gekommen?

What’s in?

Am Anfang ist der Index. Anfangs fülle ich ihn tatsächlich noch aus, aber ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass ich ihn für den Rest des Jahres keines Blickes mehr würdigen werde. Allerdings ist er vorgegeben, also warum nicht benutzen?
Die letzte Seite des Indexes habe ich allerdings zweckentfremdet, um meine groben Redaktionspläne für den Blog und für Instagram aufzuschreiben. Gerade bei Instagram komme ich gerne durcheinander, weil ich da noch nicht lange mit einem Plan arbeite.

Direkt danach kommt die Jahresübersicht, in die ich alle literarischen Daten wie Messen, Lesungen und andere Veranstaltungen eintragen werde. Dieses Jahr neu ist die Integration einer Liste von Veröffentlichungsdaten von Büchern, auf die ich mich schon freue.
Es folgen eine Seite für 2019 Pläne und Social Media Tracker, und eine Seite für den 2020 Braindump. Wann sind welche Termine, die ich jetzt schon kenne? Habe ich Projektideen? Die kommen alle dahin.

Die nächste Abteilung ist eine meiner Liebsten, vor allem dieses Jahr: die Redaktionspläne. Hier plane ich die einzelnen Monate. Welche Rezensionen sind fällig, welche Artikel möchte ich schreiben und veröffentlichen? Dafür gibt es je eine kleine Sparte, sowie Platz für eine Leseliste. Neu ist hier zum einen die Erweiterung um den Plan für Instagram. Vor allem aber liebe ich das Design für dieses Jahr. In meinem Alltagsjournal benutze ich in meinen Wochenabschnitten Indexe, indem ich einen Teil der Seite abschneide und nur eine kleine Ecke übrig lasse, um innerhalb der Woche hin und her springen zu können. Bei 12 Monaten sieht es aus wie ein kleines Register. Allerdings hat sich hier auch ein Fehler eingeschlichen – ich habe einen Monat zuviel, wenn man so möchte, aber wer weiß, wofür das noch gut sein kann.

Ein nicht unwichtiger Abschnitt, auch wieder mit kleinen Indexen, sind meine Artikelideen. Inzwischen unterteile ich die ein bisschen, weil ich so viele Bereiche und Kanäle bediene. Es gibt neben Literatur & Bücherleben natürlich auch die Sparte Politik. Es gibt noch vier weitere Seiten für unterschiedliche Bereiche. Dieser Abschnitt ist super, wenn mir mal wieder eine Idee für einen Artikel fehlt – zu anderen Zeiten habe ich so viele, dass ich im Grunde das Jahr voll bekomme. Spannend ist auch zu sehen, welche Ideen ich vor einem Jahr hatte, und die inzwischen für mich einfach komplett irrelevant sind… Trotzdem. Die Liste meiner Ideenschmiede ist immer wieder hilfreich!

Was sich als Gold wert erwiesen hat, ist meine Übersicht über Rezensionsexemplare. Ich habe die Liste zwar etwas abgespeckt, aber sie hat mir in den letzten Monaten sehr geholfen, nicht den Überblick zu verlieren. Direkt auf der gegenüberliegenden Seite ist eine Übersicht mit den geposteten Rezensionen. Wichtig ist mir hier vor allem die Unterteilung von Rezensions- und Eigenexemplaren. Ich wollte nie ein Blog sein, der sich hauptsächlich von Rezensionsexemplaren trägt, und gerade 2018 wurde das so anders. Ich sage zwar immer meine Meinung, man muss keine Angst haben, dass ich mich „kaufen“ lasse. Aber ich hatte den Blog damals nicht gegründet, um kostenlos Bücher abzugreifen. Diese Übersicht führt mir dieses Jahr vor Augen, wieviel, wie (un)regelmäßig ich rezensiert habe und wo es noch Potenzial zur Verbesserung geht.

Am Ende des Bullet Journals habe ich wieder einige Seiten für Challenges und Leselisten. Zum einen schreibe ich mir um den Jahreswechsel immer eine Liste von Büchern, die ich im kommenden Jahr unbedingt lesen will. Muss ich betonen, dass ich mich eh kaum dran halte? Vielleicht schaffe ich es ja 2019 endlich mal…
Außerdem darf meine liebste aller Challenges nicht fehlen: Around the Year in 52 Books, die jedes Jahr auf Goodreads stattfindet, und auf die ich mich immer so sehr freue! Auch für 2019 sind ein paar tolle, spannende Kategorien dabei, auf die ich mich schon freue wie ein Schnitzel, und ich kann es kaum erwarten, durch meine Bücherregale zu stöbern und die Ideen für die einzelnen Kategorien mit Bleistift einzutragen.

Eine letzte Seite, die einzige „künstlerische“ ist mein Bücherregal. Ich zeichne mehrere Regale auf eine Seite und auch schon einige Bücher. Jedes Buch, das ich gelesen habe, wird hier eingetragen. Klar, das ist doppelt gemoppelt, weil ich irgendwo in dem BuJo auch eine Statistik führen werde – aber ich möchte nächstes Jahr unbedingt ein volles, buntes Regal haben. Dieses Jahr hat es nicht so gut geklappt, weil ich meine Leseliste auch eingetragen und mich nicht dran gehalten habe.

What’s out?

Der Timetracker. Den habe ich original kein einziges Mal benutzt. Ich arbeite viel mit und am Blog, lesen, schreiben, recherchieren, Fotos machen…das nimmt alles Zeit in Anspruch. Weiß ich, muss ich kein Buch drüber führen.

Außerdem gibt es keine bereits eingetragenen Monats To Do Listen mehr. Die werde ich einbauen, wenn ich sie brauche – was dieses Jahr nur im ersten Halbjahr der Fall war. Jede vorgeplante Seite ist eine Seite, die man nicht mehr zur Verfügung hat, und jede unbenutzte davon ist vergeudet.

Pläne

Was ich dieses Jahr im Vergleich zum Jahr davor nie gemacht habe ist, Artikel und Rezensionen im Bujo anfangen/vorschreiben oder Notizen zu machen. Da es gut 100 Seiten weniger hat, hatte ich Angst Seiten zu verschwenden. Im Nachhinein völliger Quark. Trotzdem hielt mich das Format davon ab, meine Gedanken aufzuschreiben. Es war zu groß und unhandlich, das Softcover gab wenig Halt beim Schreiben… Irgendwann hatte ich ein drittes Notizbuch für eben solche Artikelanfänge – und das ist einfach nicht der Sinn der Sache.

Sinn eines Bullet Journals ist, alle Notizen, Informationen und Planungen, die du im Alltag brauchst, an einem Platz, in einem Buch zu haben. Dass ich für den Blog seit einiger Zeit ein eigenes habe, finde ich nicht schlimm, weil ich so strukturierter planen kann. Vermutlich werde ich irgendwann auch mein Buchprojekt im Blog BuJo integrieren, aber eins will ich auf keinen Fall: mehr als zwei Notizbücher auf einmal.


Wie steht’s mit euch? Habt ihr ein Bullet Journal? Zwei? Welche Spreads habt ihr in euren BuJos? Was muss unbedingt rein? Oder benutzt ihr sowas Analoges gar nicht mehr und seid nur noch digital unterwegs?

10 Kommentare zu „[Blogtalk] Blog Bullet Journal 2019“

  1. Helloooouuu,
    das klingt ja mal interessant. Man merkt, dass du dir definitiv viele Gedanken drüber gemacht und ja auch schon einiges an Erfahrung gesammelt hast.
    Bisher hab ich mich noch nicht an ein BuJo getraut, hab bisher alles in einem normalen Kalender geplant, der aber fast keinen Platz mehr für Notizen lässt. Artikelideen notier ich eigentlich immer digital.. aber so zu 100% zufrieden bin ich mit meinem Konzept auch nicht. Deswegen war dein Artikel gerade eine sehr gute Inspiration!

    1. Moin!
      Jaa, der mangelnde Platz in normalen Kalendern war auch der Grund, warum ich auf’s Bujo umgestiegen bin. Und damit mir das da nicht zu unübersichtlich wird, hat der Blog jetzt sein eigenes. Und wieso traust du dich nicht? Wegen der ganzen Bilder im Internet? Davon bin ich schon lange weg. Mein BuJo soll funktional sein, nicht den nächsten Kunstpreis gewinnen 😀 Fang einfach an!

      Cheerio
      Mari

  2. Interessanter Einblick, das sieht sehr organisiert aus. Ich führe nur ein Bullet Journal, plane für den Blog aber auch nicht viel voraus und wenn, dann direkt in den Entwürfen. So ein Bücherregal habe ich auch mal gemalt, nämlich für die Klassiker, die ich noch lesen möchte. Das steckt allerdings in einem älteren BJ und ich habe es weder übertragen, noch aktualisiert, was ich mal nachholen sollte. Anfangs habe ich einen Haufen Listen etc gestartet und danach erst festgestellt, was ich davon wirklich brauche, sodass einiges wieder rausgeflogen ist.

    1. Moin!
      In den Entwürfen kann ich nicht planen, das ist mir viel zu unübersichtlich xD
      Und ja, ich merke auch immer wieder neu, was ich brauche und was nicht, was ich austesten will und was rettungslos überholt ist…
      Welche Listen hast/hattest du denn?

      Cheerio
      Mari

  3. Hey
    Danke für den Beitrag, ich habe mich ja schon drauf gefreut 🙂 Du bist sehr strukturiert und ich finde das klasse. Ich bin sehr chaotisch und kann mir aber trotzdem in deinem Beitrag Inspirationen holen. Daran habe ich auch nicht gezweifelt 😉

    Ich habe nicht wirklich ein Bujo, aber ich werde mir jetzt doch mal ein neues Blogplanungsbuch anlegen. Alle alten Ideen nochmal durchgehen und Sachen auch einfach wegwerfen, die überholt sind. Trotzdem werde ich sicher mehr als zwei Notizbücher haben und damit zufrieden sein. Besondere Spreadsheets oder ähnliches habe ich gar nicht, ich mache es halt irgendwie und gucke dann, ob ich damit klar komme. Insgeheim bewundere ich aber immer solch klare Strukturiertheit wie bei dir.

    Liebe Grüße,
    Sandra

    1. Moin!
      Ich bin auch sehr chaotisch, glaub mir. Ohne meine BuJos bin ich völlig aufgeschmissen und würde gar nichts mehr auf die Kette bekommen -.-

      Und wenn du mit mehreren Notizbüchern glücklich bist, ist das doch voll okay! Ich habe auch viele, aber für Planung mit Kalender eben nur die beiden. Ich habe noch eins für meine Liste „101 Dinge in 1001 Tagen“, eins für Notizen aus Sachbüchern… die brauche ich auch. Aber ich schleppe nur die beiden Bujos mit mir rum 😀

      Cheerio
      Mari

  4. Hallo,
    Ich habe bis jetzt nur ein normales Bullet Journal und habe in den letzten beiden Monaten angefangen, meinen Blog da noch ein bisschen zu intergrieren. Bis jetzt hält sich das ganze noch sehr stark in Grenzen, sodass es für mich nicht infrage kommt extra ein Blog Bullet Journal anzufangen, aber der Artikel hat mir neue Ideen gegeben, wie ich die entsprechenden Blogseiten in meinen Blullet Journal noch besser gestalten kann.

    Alles Liebe
    Larissa

    1. Moin!
      Bei mir war das anfangs auch noch recht wenig, und im Alltagsbujo war das kein Problem. Aber irgendwann wurde es immer mehr, weil mir der Blog auch wichtiger wurde. Inzwischen ist er das größte Hobby (was Zeit und so an angeht), und ich habe da so viele Ideen und Pläne…das würde vermutlich einfach alles sprengen 😀
      Und die Seiten, die ich gezeigt habe, kann man ja überall integrieren, das ist ja das Geile am Bullet Journal System ^_^

      Cheerio
      Mari

  5. Super spannender Beitrag! Es war toll, auch zu sehen, wie sehr du mit der Zeit ein besseres Gefühl dafür bekommst, was für dich wie gut funktioniert.
    Interessant finde ich, dass du es schaffst, das BuJo als Notizbuch zu benutzen. Das ist nämlich das Einzige, was ich in mein BuJo so gar nicht integriert bekomme – es muss immer noch ein Notizbuch nebenbei sein (aber dafür mache ich Blog stuff im Main BuJo^^).

  6. Hey 🙂
    Ich find’s cool, dass du das zeigst. Ich hab seit Jahren einen Filofax, den ich mit diversen Listen füttere. Ich lasse mich da gerne inspirieren, wie ich was besser und organisierter machen könnte. Mein Filo ist nämlich ein einziges Chaos und ich hab das Gefühl, dass ich ihn gar nicht richtig nutze. Die Liste mit den Rezensionren find ich klasse. Ich glaube, das klau ich mal. 😀
    Auch die Artikelideen. Dafür nutze ich sonst immer die Entwürfe im Blog. Also auch da Chaos. Hihi.

    Hab einen tollen Tag!

    Liebste Grüße
    Steffi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.